Handwerk

  • Die Mohren nehmen gemeinsam mit den Metzgern und den Pfistern das Bereitstellen menschlicher Grund-bedürfnisse wahr: Erstere die Nahrung, die Mohren die Bekleidung.

  • Was heute eine Selbstverständlichkeit ist: Dass jeder sich individuell nach seinen Wünschen kleiden kann, war nicht immer so. Es gab Phasen in der Geschichte, da hat sich die Obrigkeit in den Kleidungsstil eingemischt und in den Sittenerlassen deutlich gesagt, was erlaubt ist  und  was nicht. Insbesondere fürchtete man Verschwen-dung, Putz- und Prunksucht bei den Damen.

  • Das Handwerk des Tuchscherers ist ein alter Beruf des Textilgewerbes. Es handelt sich dabei um einen wichtigen Veredelungsschritt bei der Feintuchherstellung. Mit bis zu 18 kg schweren Scheren wurden die feinen, aus dem Tuch überstehenden Wollfaserreste abgeschnitten, bis der Stoff eine glatte Oberfläche hatte.

  • Während die Weber ursprünglich in Heimarbeit ihrer Tätigkeit nachgingen, waren die Tuchscherer Beschäftigte der Tuchkaufleute. Sie wohnten und arbeiteten zumeist in deren Manufakturen. Erste Arbeitskämpfe gegen die schweren Arbeitsbedingungen sind bereits aus dem 18. Jahrhundert bekannt, hiervon leitet sich der Begriff „Schererei“ ab. Die Arbeit wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts durch Schermaschinen ausgeführt.

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