Geschichte - Gründung und Organisation

  • Die Zunft zum Mohren wird erstmals 1383 erwähnt: Sie ist der Zusammenschluss der Schneider und Tuchscherer. Die ersten Satzungen stammen von 1460. 

  • Das Handwerk wurde vom Meisterbott kontrolliert: Man wachte über dessen gute Ordnung und verteidigte seine Interessen gegen nichtzünftige Konkurrenten (z.B. hugenottische Flüchtlinge). Ausserdem leitete man insbesondere die Ausbildung, d.h. das Lehrlings- und Gesellschaftswesen. Noch heute trägt der Zunftvorstand, d.h. die Exekutive, die Bezeichnung Vorgesetztenbott (von ‚gebieten‘).

  • Das Grosse Bott, das aus den stimmberechtigten Zunftangehörigen gebildet wird, trifft sich zu zwei ordentlichen Versammlungen jeweils im Frühling und im Herbst. Es ist das oberste Organ der Zunft.

  • Ins Jahr 1533 fällt die Gründung des Armenguts. Diese Aufgabe war zentral für die Zünfte. Sie kommen ihr heute noch nach, selbst zu Zeiten des neuen Kinder- und Erwachsenenschutzgesetzes: Die Zünfte sind für die Sozialhilfe ihrer Mitglieder verantwortlich.

  • Das Vorgesetztenbott führt die Zunft. Es besteht aus neun Mitgliedern. Das VGB ist zuständig für sämtliche Zunftangelegenheiten, soweit sie nicht dem Grossen Bott übertragen sind, insbesondere für die Sozialhilfe und die Verwaltung des Vermögens der Zunft.

  • Die Zunftrechnungen werden durch eine Rechnungsprüfungskommission oder eine externe Revisionsstelle geprüft.

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